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Wer wartet auf Hanjins Rettung?

Lange Zeit glaubte man, dass die großen Reedereien überleben würden. Durch die Zahlungseinstellung der südkoreanischen Reederei Hanjin sieht sich die Schifffahrtsbranche mit unbezahlten Rechnungen und nicht pünktlich eintreffenden Waren konfrontiert. Südkoreanische Medien warnten bereits vor einigen Wochen vor einer drohenden Insolvenz. Malaise durch sinkende Seefrachtraten Der Rückgang der Seefrachtraten in den vergangenen anderthalb Jahren hat nun dazu geführt, dass in der Malaise keine Rettungsaktion seitens der Gläubiger erfolgt. Damit ist völlig unklar, was mit den 95 Schiffen von Hanjin und ihrer Kapazität von 620.000 TEU geschehen wird. Der größte Gläubiger, die staatlich kontrollierte Korea Development Bank (KDB), glaubt nicht an eine Rettung von Hanjing. Eine neue Kapitalspritze sei so, als würde man Wasser in ein zerbrochenes Glas gießen. Nachdem die Staatsbank zuvor einem Rettungsplan zugestimmt hatte, wurde sie zum größten Anteilseigner. Ist der Anstieg der Seefrachtraten vorübergehend? Kurzfristig werden die Seefrachtraten zweifellos steigen. Die Verlagerung von Volumen auf andere Reedereien führt zu einer erhöhten Nachfrage bei geringerem Angebot. Im Falle einer tatsächlichen Insolvenz von Hanjin ist die große Frage, was mit den Schiffen passieren wird. In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass das Abwracken von Schiffen günstiger ist als deren Vermietung zu den aktuellen Tarifen. Allerdings erwies sich diese Zahl als unzureichend, um den Marktpreis anzukurbeln. Hanjins Zahl ist inzwischen viel größer und der Sektor selbst wartet nicht auf Hanjins Rettung. Auswirkungen einer Insolvenz von Hanjin Es bleibt jedoch die Frage, welche tatsächlichen Auswirkungen eine Insolvenz haben wird. Die meisten Schiffe von Hanjin sind gechartert und können von anderen gechartert werden. Darüber hinaus gibt es bereits Gerüchte, dass die andere südkoreanische Partei, Hyundai Merchant Marine (HMM), am Kauf der Schiffe von Hanjin interessiert sei. Angesichts der Kurssteigerungen der Hyundai-Aktie in der vergangenen Woche gibt es immer noch Anleger, die Vertrauen in den Sektor haben.

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