Schlechte Raten treiben auch Hapag-Lloyd in den Ruin
Bei stabilem Frachtaufkommen erlitt die deutsche Reederei Hapag-Lloyd im ersten Halbjahr 2016 bei einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro einen Verlust von 142 Millionen Euro. Ursache dürfte eine im Schnitt um 20 Prozent niedrigere Rate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sein. Preiskampf in der Containerschifffahrt Im ersten Halbjahr 2015 hatte Hapag-Lyod noch einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro und einen Gewinn von 157 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Verlust ist auf den starken Rückgang der Transportraten für Massengut zurückzuführen. Der Preiskampf aufgrund des geringeren Wachstums in China und der strukturellen Überkapazitäten bei Containerschiffen konnte durch die Kostensenkung von 600 Millionen Euro und die Synergiegewinne nach der Fusion mit der chilenischen Reederei CSAV nicht kompensiert werden. Durch diesen Zusammenschluss stieg die Zahl der transportierten Container im Jahr 2015 um 1,5 Millionen TEU auf 7,4 Millionen TEU und der Umsatz erhöhte sich von 2 Milliarden Euro auf 8,8 Milliarden Euro. Ausblick Eine Lösung für das Problem der Überkapazitäten und der sinkenden Nachfrage besteht darin, weniger Schiffe in Dienst zu stellen. Am Markt kam es in jüngster Zeit zu Versuchen einer Zinserhöhung. Darüber hinaus werden ab 2017 die Synergievorteile aus der kürzlich abgeschlossenen Fusion mit UASC sichtbar. Dieser wird auf 400 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Durch die Gründung der Allianz im April 2017 kann Hapag-Lloyd zudem von effizienteren Seerouten profitieren. die Zusammenarbeit mit den fünf asiatischen Reedereien: Mitsui Osk Lines (MOL), K-Line und Nippon Yusen Kaisha Line, alle drei aus Japan, Hanjin Shipping aus Südkorea und Yang Ming aus Taiwan.