Extra Scan soll Zollverzögerungen verhindern
Für den Import nach Europa ist Rotterdam der attraktivste Hafen, da der Hafen von Rotterdam als Außengrenze der Europäischen Union gilt. Nach der Zollabfertigung in Rotterdam können die Waren frei innerhalb der Mitgliedstaaten der EU transportiert werden. Die niederländische Zollbehörde ist für die Freigabe von Waren verantwortlich, die über den Hafen Rotterdam weiter nach Europa gelangen.
Sicherheit der Containerladung
Auf Grundlage einer Risikoanalyse entscheidet der Zoll, ob die Container kontrolliert werden müssen. Die Inspektion erfolgt zunächst mittels Scans. Die hochmoderne Scan-Technologie auf den Terminals sorgt dafür, dass die Container nicht unnötig geöffnet werden müssen. Dadurch wird die Sicherheit der Ladung gewährleistet.
Verzögerungen
Dennoch führt die Kontrolle zu Verzögerungen, die eine hohe Kostenbelastung für die Händler darstellen können. Es werden keine Zeitpläne angegeben, sodass unklar ist, wann ein Container freigegeben wird, was das weitere Transportmanagement erschwert.
Risikogebiete
Besonders wenn viele große Containerschiffe aus Risikogebieten gleichzeitig einlaufen, werden viele Container zur Inspektion ausgewählt. Gemüse und Obst werden relativ häufig aus Risikogebieten importiert und werden daher oft für den Scan ausgewählt.
Lösung für Verzögerungen
Der Zoll arbeitet an einer Lösung für die Verzögerungen, indem er nach logistischen Lösungen sucht und prüft, unter welchen Bedingungen externe Scans zugelassen werden können.
Zusätzliche Scan-Ausrüstung
Um Spitzenbelastungen aufzufangen, wird der Zoll im ersten Quartal 2017 einen zusätzlichen Scan in Betrieb nehmen. Dadurch wird die Kapazität erhöht. Außerdem werden Vereinbarungen mit den Terminals getroffen, um die Logistik so effizient wie möglich zu organisieren. Auf den Terminals Uniport und Waalhaven sind die Probleme weniger gravierend. Mit mobilen Scans kann die Scankapazität auf der Delta-Halbinsel-Terminal bei Bedarf weiter ausgebaut werden.