Logistikbegriffe W
Waiting Time
Ein Tarif, der sich auf einen Zeitraum außerhalb der zugewiesenen Freizeit bezieht, den ein Fahrer warten muss, während der Kunde einen Container lädt oder entlädt. Im vereinbarten Tarif für die LKW-Fahrt sind zwei Stunden Freizeit enthalten. Dies bedeutet, dass Sie als Lieferant oder Kunde zwei Stunden Zeit haben, einen Container zu be- oder entladen. Sollte eine Be- bzw. Entladung des Containers innerhalb dieser zwei Stunden nicht möglich sein, entstehen Wartekosten. Wenn bereits im Vorfeld abgeschätzt werden kann, dass zwei Stunden deutlich zu wenig sind, besteht die Möglichkeit, sich den Container liefern zu lassen und später wieder abzuholen. Allerdings sind hierdurch zusätzliche Kosten verbunden. Im Einzelfall muss geprüft werden, was effizienter ist: zusätzliche Wartekosten oder die Kosten für die spätere Abholung des Containers.
Waiver
In einigen westafrikanischen Ländern wird eine Cargo Tracking Note oder Waiver verwendet, damit die Behörden im Bestimmungsland bereits in der „Vorankunftsphase“ Informationen über die Waren, den Versender und den Empfänger erhalten. Dies kann beispielsweise erforderlich sein, um den Anforderungen des ISPS-Codes (International Ship and Port Facility Security Code) nachzukommen. Verzichtserklärungen enthalten folgende Informationen: Name des Versenders, Versandart, Beschreibung und Wert der Waren, Name des Schiffs und Frachtkosten. Die Verzichtserklärungen müssen vor Ankunft des Bootes den Empfangsbehörden vorliegen. Wo diese Ausnahmegenehmigungen beantragt werden müssen, ist von Land zu Land unterschiedlich. Der Freight Hero kann Sie bei der Beantragung dieses Dokuments unterstützen. Für folgende Länder ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich: – Angola – Benin – Burkina Faso – Kamerun – Zentralafrikanische Republik – Kongo – Elfenbeinküste – Demokratische Republik Kongo. Kongo - Gabun - Ghana - Guinea - Libyen - Madagaskar - Mali - Niger - Nigeria - Senegal - Tansania - Togo
War risk
Aufgrund der Kriegsgefahr besteht in manchen Gebieten/Häfen ein erhöhtes Risiko für Reedereien. Dieses Risiko schlägt sich für die Reedereien in Form höherer Versicherungsprämien auf ihre Kosten nieder. Daher wird für die Dauer dieser Kriegsgefahr ein zusätzlicher Zuschlag auf die Seefracht erhoben.
Warehouse
Ein Gebäude, das speziell für den Empfang, die Lieferung, Konsolidierung, Verteilung und Lagerung von Waren/Fracht konzipiert ist.
Warehouse entry
Das Dokument, das die Waren identifiziert, wenn sie in ein Zolllager gebracht werden. Zu diesem Zeitpunkt werden auf die Produkte noch keine Einfuhrzölle oder Mehrwertsteuer gezahlt; dies geschieht erst, wenn die Ware das Lager zur Auslieferung an den Kunden oder Endverbraucher verlässt.
Warenkode
Das Harmonisierte System zur Bezeichnung und Codierung der Waren (HS-Code) der Zolltarifnomenklatur ist ein international standardisiertes System von Namen und Nummern zur Klassifizierung von Waren. Das HS-Code-System basiert auf einer 6-stelligen Nomenklatur. Die Länder haben diese auf 10 Stellen für Einfuhren und 8 Stellen für Ausfuhren erweitert. Nahezu 200 Länder weltweit verwenden diese HS-Codes als Grundlage für: - Einfuhrzölle - Handelsstatistiken - Ursprungsregelungen - Handelsabkommen - Überwachung kontrollierter Waren (wie Waffen, Abfälle und geschützte Tiere) - Risikoanalysen - Zollinformationssysteme Da der HS-Code einer ständigen Weiterentwicklung unterliegt, muss darauf geachtet werden, dass die verwendeten Codes auf dem neuesten Stand sind. In der Regel reicht der vom Lieferanten angegebene HS-Code aus, aber bei neuen Technologien gibt es zum Beispiel oft Unklarheiten. Ist das neue Telefon nun eine Kamera oder nicht? Um jedoch ganz sicher zu sein, dass bei der Einfuhr der richtige HS-Code verwendet wird, ist es besser, eine verbindliche Zolltarifauskunft (VZTA) zu beantragen. Diese gilt in der gesamten EU, wenn die Ware identisch ist. Das HS-Code-System wird von der Weltzollorganisation (WZO) entwickelt und gepflegt, einer unabhängigen Organisation auf Regierungsebene mit etwa 160 Mitgliedern und Sitz in Brüssel. Der HS-Code wird auch als Warennummer, Statistikcode, Statistiknummer oder Tarifcode bezeichnet.
Wartekosten
Im vereinbarten Beförderungspreis sind anteilige Wartekosten enthalten. Dabei handelt es sich um Kosten für die für das Be- bzw. Entladen der Ware benötigte freie Zeit. Diese beträgt beim Containertransport zwei Stunden. Nach Ablauf dieser Freizeit berechnet der Spediteur die Mehrkosten auf Basis eines zuvor vereinbarten (Teil-)Stundensatzes.
Waybill
Ein von einem Spediteur zum Zeitpunkt des Versands erstelltes Dokument, das Ursprungsort, Zielort, Route, Absender, Empfänger, Beschreibung der Sendung und den für die Transportdienstleistung berechneten Betrag angibt. Ein Frachtbrief wird mit der Sendung oder per Post an den Bestimmungsort der Fracht geschickt. Im Gegensatz zu einem Konnossement ist ein Frachtbrief kein Eigentumsnachweis für die Waren.
Wear and tear
Als Verschleiß bezeichnet man Schäden an Containern, Anhängern, Kränen, Schiffen usw., die durch normale Beanspruchung entstehen.
Weatherpermitting
Die Zeit, in der aufgrund der Witterung nicht gearbeitet werden kann, wird bei guter Witterung nicht von der vereinbarten Be-/Entladezeit abgezogen.
Weight Load Factor
Die Anzahl der geladenen Güter im Vergleich zur maximalen Anzahl der Güter, die geladen werden können, ausgedrückt als Prozentsatz. Seefrachtsendungen sind üblicherweise eher durch die Größe als durch das Gewicht begrenzt. Gewichtsauslastungsgrade von 100 % werden selten erreicht.
