DER WÖCHENTLICHE SONNTAGSBLOG DES FREIGHT HERO – 2. FEBRUAR 2025
Sparen Sie nicht nur Zeit und Geld. CO2-Emissionen einsparen!
Die Containerschifffahrt im Rotterdamer Hafen muss zunehmend strengere Umweltauflagen erfüllen. Diese ergeben sich aus nationalen und internationalen Regelungen. Die Umweltmaßnahmen fördern die Nachhaltigkeit, sodass der Hafen Rotterdam auch im Bereich Nachhaltigkeit eine Führungsrolle in Europa behalten möchte. Auch die Buchungsplattform The Freight Hero unterstützt Versender bei der Wahl des Transportmittels und bringt dafür das Online-Tool Green Log auf den Markt.

Umfeld
Die Konsequenzen der Umweltauflagen spiegeln sich in verschiedenen Verpflichtungen wider. Und jede Verpflichtung führt zu neuen Richtlinien.
1. CO₂-Reduktion und Energiewende
Der Schifffahrtssektor muss zu den europäischen „Fit for 55“-Zielen beitragen, die darauf abzielen, die CO₂-Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 55 % zu senken.
FuelEU Maritime verpflichtet Schiffe, ihre CO₂-Intensität schrittweise zu reduzieren, wobei ab 2025 strengere Standards gelten.
Politik:
Reedereien suchen nach alternativen Kraftstoffen wie LNG, Methanol, Ammoniak und Wasserstoff.
2. Landstromverpflichtung
Ab 2030 ist es in der EU für große Containerschiffe verpflichtend, in Häfen Landstrom zu nutzen, damit sie nicht mehr mit umweltschädlichen Dieselgeneratoren betrieben werden.
Politik:
In Zusammenarbeit mit Rotterdam Shore Power, einem Joint Venture zwischen dem Hafenbetrieb Rotterdam und Eneco, wird APM Terminals Maasvlakte II ab 2028 Seeschiffe während ihres Aufenthalts im Hafen mit sauberer Energie versorgen. Diese Initiative dürfte die CO₂-Emissionen um fast 7.000 Tonnen pro Jahr reduzieren und kommt rechtzeitig zu den europäischen Vorschriften, die ab 2030 Landstrom für Containerschiffe verpflichtend machen.
3. Emissionsminderung: Schwefel und Stickstoff
Seit 2020 gelten weltweit strengere Schwefelvorschriften (IMO 2020): Schiffe dürfen nur noch 0,5 Prozent Schwefel im Treibstoff haben (0,1 Prozent in Emissionskontrollgebieten wie der Nordsee).
Politik:
Ab 2025 wird die Nordsee zu einem Stickstoffemissions-Überwachungsgebiet (NECA), was bedeutet, dass neue Schiffe strengere NOₓ-Emissionsstandards einhalten müssen.
4. CO₂-Steuern und ETS (Emissionshandelssystem)
Ab 2024 fällt die Schifffahrt unter das europäische Emissionshandelssystem (ETS).
Politik:
Containerschiffe, die den Hafen von Rotterdam anlaufen, müssen Emissionsrechte für ihren CO₂-Ausstoß erwerben. Dies ermutigt die Reedereien, sauberere Technologien einzusetzen.
Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO)
Da die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) von allen Schiffen mit einer Bruttotonnage von über 5.000, die EU-Häfen anlaufen, verlangt, ihren Treibstoffverbrauch und ihre CO₂-Emissionen zu überwachen und zu melden, ist es sinnvoll, sich das Konzept der CO₂-Emissionen genauer anzusehen.
Wie wird CO₂ berechnet?
Kraftstoff enthält den größten Anteil an Kohlenstoff (C). Um diese zu verbrennen, wird Sauerstoff (O2) benötigt. Die kombinierte Menge an Kohlenstoff und Sauerstoff bestimmt die Menge der CO2-Emissionen.
Als Emissionsfaktor bezeichnet man die Gesamtmenge der CO2-Emissionen in Kilogramm pro Tonne Kraftstoff. Mit anderen Worten: CO₂-Emissionen = Anzahl der Tonnen Kraftstoff x Emissionsfaktor dieses Kraftstoffs
Emissionsfaktoren
HFO (Schweröl): 3,114 kg CO₂ pro Liter Kraftstoff
MGO (Marine Gas Oil): 3,206 kg CO₂ pro Liter Kraftstoff
LNG (Flüssigerdgas): 2,750 kg CO₂ pro Liter Kraftstoff
Intelligenter Versand
Der Freight Hero investiert in intelligenten Versand und Digitalisierung, um die Effizienz der internationalen Logistik zu steigern und den Kraftstoffverbrauch zu senken. Innovationen wie autonome Schifffahrt, Routenoptimierung und KI-gesteuerte Logistik sind dabei wichtige Instrumente.
Grün-Log
Freight Hero bringt in Kürze das Online-Tool Green-Log auf den Markt, das CO2-Berechnungen für alle möglichen Transportarten anzeigt. Der Benutzer dieses Tools kann dann seine Wahl für Luftfracht, Seefracht, Lkw-Transport, Bahntransport oder Transport über Binnenschiffsterminals teilweise auf der Grundlage der CO2-Emissionen treffen.
Der Freight Hero spart nicht nur Zeit und Geld. Der Freight Hero spart auch CO2!