Der Rotterdamer Hafen muss Probleme schnell lösen
Die weltweiten Schifffahrtsunternehmen werden derzeit umstrukturiert. Die Beziehungen und Allianzen zwischen den Reedereien haben sich in den letzten Monaten erheblich verändert. Dies ist auf die wirtschaftlich schwierige Situation zurückzuführen, in der sich die Reedereien befinden. China ist mit geringeren Wachstumsraten konfrontiert, und auf dem Containerfrachtmarkt nehmen die Überkapazitäten allmählich strukturelle Formen an. Was die jüngsten Fusionen, Übernahmen und veränderten Allianzen für die Schifffahrtswege bedeuten werden, ist noch unklar. Die Reedereien werden neu festlegen, welche Häfen sie anlaufen, wie oft sie dies tun und an welchen Terminals sie Container be- und entladen lassen. Die Stabilität des Rotterdamer Hafens ist daher in der kommenden Zeit sehr wünschenswert. Die Arbeitgeber und Gewerkschaften im Rotterdamer Hafen verhandeln noch über einen Sozialtarifvertrag. In Anbetracht der Konkurrenzsituation mit Hamburg und Antwerpen ist es wichtig, bald eine Einigung zu erzielen. Wenn Rotterdam auch in den nächsten 50 Jahren der größte Containerhafen Europas bleiben will, muss Rotterdam auch die Kinderkrankheiten der beiden neuen und automatisierten Containerterminals auf der Zweiten Maasvlakte schnell lösen. Die Reedereien werden eine härtere Gangart einschlagen und wollen Garantien für eine schnelle Hafenabwicklung.