Ihre Seefrachtraten mit einem Klick

Der Hafen Rotterdam will große Schritte zur Reduzierung der CO2-Emissionen unternehmen

Der Hafenbetrieb Rotterdam möchte große Schritte zur Reduzierung der CO2-Emissionen unternehmen. Sie will Treibhausgase über Pipelines abfangen und unterirdisch speichern. Untersuchungen zufolge kann die Abwärme der Hafenindustrie 500.000 Haushalte mit Wärme versorgen. Der Hafen- und Industriebereich ist für etwa ein Fünftel der niederländischen Emissionen verantwortlich. Dies liegt daran, dass sich mehr als die Hälfte des Hafenhandels um fossile Brennstoffe dreht. Während einer Konferenz zur Energiewende stellten fünf südholländische Parteien ihre Pläne vor. Auffällig ist, dass sich neben der Hafenbehörde, der Provinz, Eneco und dem Wärmeunternehmen auch Gasunie an der sogenannten Wärmeallianz beteiligen möchte. Gasunie möchte in ein Fernleitungsnetz investieren, um Wärme von Fabriken in die Haushalte zu transportieren. Auffällig ist, dass im vergangenen Jahr auf der Maasvlakte in Rotterdam zwei neue Kohlekraftwerke eröffnet wurden. Umweltorganisationen sind verärgert über den zusätzlichen CO2-Ausstoß und halten ihn für unvereinbar mit dem Pariser Klimaabkommen. Die neuen Kraftwerke seien für die Hafenbehörde ein heikles Thema, sagt Reporter Henrik-Willem Hofs. „Die Hafenbehörde versucht, sich aus der Diskussion herauszuhalten, weil sie die Energiewende tatsächlich behindern würde.“ Der Manager des Rotterdamer Hafens betont, dass das CO2 der neuen Kohlekraftwerke unterirdisch aufgefangen werden solle. Doch dieser Plan will einfach nicht in Gang kommen. Dies liegt unter anderem daran, dass ein Teil des Repräsentantenhauses eine schnelle Schließung der Kohlekraftwerke fordert. Dinosaurier Die Hafenbehörde hat das Warten satt und plant ein Netzwerk, in dem Unternehmen ihr CO2 loswerden können. „Wir wollen nicht, dass der Hafen von Rotterdam zu einem Dinosaurier wird und ausstirbt“, sagt Allard Castelein, CEO der Hafenbehörde. An den Nachhaltigkeitsplänen sind unter anderem auch die Ölraffinerien interessiert. Das CO2 kann in einem leeren Gasfeld gespeichert oder auch im Gartenbau weiterverwendet werden. Die Hafenbehörde prüft außerdem, ob Schiffe auf biologisches LNG-Gas umsteigen können. Das Ziel der Hafenbehörde besteht nicht darin, Unternehmen loszuwerden, die mit fossilen Brennstoffen handeln. „Ölraffinerien dürfen bleiben, aber sie müssen die saubersten Raffinerien der Welt werden“, sagt Casteleijn. Um die Pariser Ziele zu erreichen, werden laut der Energiewendeforschung alle Technologien dringend benötigt. Auch in Rotterdam verfolgt man die Bildung eines neuen Kabinetts aufmerksam. „Konsistenz ist für die kommenden Jahrzehnte wichtiger als die Frage, welche Parteien regieren werden“, sagt Castelijn.

Vertrieb

Brauchen Sie Hilfe? Tristan ist für Sie da!