Containerschifffahrtsgesellschaften stellen höhere Anforderungen
Der Welthandel wächst langsamer als in den vergangenen Jahren, wodurch die Containerterminals schwierige Zeiten erleben. Die Tarife der Terminals stehen unter Druck, verursacht durch die zunehmende Zusammenarbeit der Containerrederijen und die Bildung von Allianzen. Der Hafen Rotterdam schneidet bei den Reedereien immer noch gut ab. Doch diese Reedereien setzen immer mehr auf Value Based Contracting. Es gilt also, wachsam zu bleiben.
Effizienzsteigerung
Die Containerschifffahrt leidet unter historisch niedrigen Transporttarifen aufgrund einer strukturellen Überkapazität. Zudem werden immer größere Schiffe eingesetzt, was zu höheren Spitzenbelastungen auf den Terminals führt. Die Reedereien bringen ihre Container in die Häfen mit den niedrigsten Kosten. Daher müssen die Terminals ihre Effizienz durch verstärkten Einsatz von IT-Möglichkeiten steigern.
Fracht anderer Reedereien
Häfen mit hoher Effizienz, ungehinderter nautischer Zugang für die größten Schiffe und einer strategischen Lage werden überleben. Der Hafen Rotterdam ist führend in Entwicklungen, aber der Hafen Hamburg und der Hafen Antwerpen werden aufgrund schlechterer Erreichbarkeit Schwierigkeiten haben. Durch die neuen Kooperationen werden neue und andere Entscheidungen getroffen. Terminals müssen neben der Fracht ihrer eigenen Tochtergesellschaften auch nach Fracht von anderen Containerreedereien suchen.
Value Based Contracting
Die dänische APM Terminals, eine Tochtergesellschaft von A.P. Moller-Maersk, betreibt weltweit 72 Terminals, davon zwei im Hafen Rotterdam. Obwohl die neueste auf der Zweiten Maasvlakte die am meisten automatisierte ist, funktioniert die Terminal nur teilweise aufgrund zahlreicher Softwareprobleme. Diese Probleme müssen schnell gelöst werden. Die Reedereien stellen höhere Anforderungen bei ihren Vertragsverhandlungen. Sie setzen zunehmend auf eine variable Abrechnung. Bei diesem sogenannten Value Based Contracting werden Terminals besser honoriert, wenn sie die zuvor festgelegte Anzahl an Containerabfertigungen erreichen, und schlechter, wenn diese Zahl nicht erreicht wird.